Wasseraufbereitung

Frisches Trinkwasser mit geringer Wasserhärte
In den Wasserwerken der NOW wird das Rohwasser der örtlichen Brunnen und Quellen nach modernsten technischen und ökologischen Maßgaben in mehreren Schritten aufbereitet.

Der Prozess der Wasseraufbereitung in den Wasserwerken Bronn, Niedernhall, Wart und Murrtal.



SCHRITT 1:

Ultrafiltration


Das unbehandelte Wasser wird aus der Rohwasserkammer in die Ultrafiltrationsanlage geleitet. Bei der Ultrafiltration werden ungelöste Teilchen (Partikel) und Krankheitserreger (Bakterien und Viren) durch eine poröse Membran wie bei einem Sieb zu 100 Prozent herausgefiltert. Die Membran hält alle Stoffe größer als 0,01 µm (=0,00001 mm) zurück.
SCHRITT 2:

Aktivkohle-Absorption*


Der Aktivkohlefilter beseitigt eventuell vorhandene Spurenstoffe, z. B. Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Medikamenten sowie Geruchs- und Geschmacksstoffe. Dabei werden gelöste Partikel mittels Adsorption entfernt. Aktivkohle ist ein natürliches Produkt und besitzt eine riesige poröse Oberfläche von ca. 1.000 m²/g, an der die Spurenstoffe haften bleiben. So haben 100 g Aktivkohle, also dass Gewicht einer Tafel Schokolade, im Durchschnitt die Oberfläche von 30 Fußballfeldern. Die Aktivkohle wird nach einer Standzeit von einigen Jahren aus dem Filter entfernt und reaktiviert.

*In den Wasserwerken Wart (Bad Mergentheim) und Murrtal (Burgstetten)
CARIX-Anlage zur Wasserenthärtung
CARIX-Anlage zur Wasserenthärtung
CARIX-Anlage zur Wasserenthärtung
SCHRITT 3:

Enthärtung mittels CARIX-Verfahren


Im Wasserwerk wird zur (Teil-) Entfernung der Härtebildner Calcium und Magnesium aus dem Rohwasser sowie zur Reduzierung von Nitrat und Sulfat eine Ionenaustauschanlage installiert. Diese Anlage besteht aus mehreren, mit Harzgranulat gefüllten Kesseln. Statt mit Chemikalien (Säuren und Laugen) erfolgt die Regeneration der Ionenaustauscher durch eine CO2-gesättigte Lösung, die das Harz wieder in seinen ursprünglichen Ausgangszustand versetzt (CARIX-Verfahren).
SCHRITT 4:

Entsäuerung durch Verrieselung


Während des Enthärtungsvorgangs reichert sich das Trinkwasser mit Kohlensäure an. Die beiden nachgeschalteten Riesler entfernen das überschüssige Kohlendioxid durch Belüftung, damit das Wasser später in den Rohrleitungen und Wasserbehältern keine Korrosion verursacht.

Durch die Füllkörper des Rieslers werden dem Wasser dabei bis zu 4.500 m³/h keimfreie Luft mit einem Druck von rund 1.100 Pascal (entspricht 0,011 bar) entgegengeblasen, wodurch die Kohlensäure im Wasser, geregelt über den pHWert, teilweise entfernt wird.
SCHRITT 5:

Desinfektion durch UV-Licht


Eine UV-Desinfektionsanlage ist lediglich als Sicherheitsstufe zur Abtötung von möglichen Keimen nachgeschaltet, um zu vermeiden, dass im Fall einer undichten Ultrafiltrationsfaser Mikroorganismen ins Reinwasser gelangen können.

In der UV-Anlage bestrahlen zwölf Niederdruckstrahler das Wasser von allen Seiten und töten eventuell vorhandene Bakterien, Viren usw. mit ultraviolettem Licht ab (Wellenlänge: 254 Nanometer). Auf die Dosierung von Chlor im Wasserwerk kann deshalb verzichtet werden.
SCHRITT 6:

Speicherung und Transport


Nach der Aufbereitung wird das entkeimte und enthärtete Trinkwasser in Reinwasserkammern gespeichert. Anschließend wird es über großkalibrige Entnahmeleitungen an die Konzeptionspartner verteilt oder ins NOW-Netz eingespeist.
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