Wasserqualität

Wasser hoher Qualität

Für über 600.000 Einwohner stellt die NOW als drittgrößter Trinkwasserversorger Baden-Württembergs Wasser höchster Qualität zur Verfügung. Dies bestätigen zahlreiche Ergebnisse von Einzelanalysen der chemisch-physikalischen und mikrobiologischen Parameter sowohl der Vorlieferanten als auch der NOW selbst. Das im Netz der NOW verteilte Wasser liegt im Härtebereich mittel (bis 14°dH). Es muss nicht weiter aufbereitet werden und ist - wie der Name sagt - Wasser zum Trinken.

Zuordnung der Versorgungszonen

Das Versorgungsgebiet der NOW ist in elf Versorgungszonen eingeteilt. Je nach Zuordnung zu den einzelnen Zonen erhalten die Verbandsmitglieder ihr NOW-Wasser aus verschiedenen Herkunftsgebieten. Die nachstehende Karte zeigt in einer Grobrasterung auf, in welchen Bereichen welches NOW-Wasser verteilt wird.

Wer wissen will, welche Wasserqualität vor Ort verteilt wird, muss direkt bei seiner Kommune oder seinem Stadtwerk nachfragen. Oft wird dort noch Wasser aus ortsnahen Wasservorkommen verteilt bzw. zugemischt.

Chemische & physikalische Analysen des Trinkwassers 2015

Ein kleines Wasser-ABC zu Trinkwasser-Inhaltsstoffen

Für kein anderes Lebensmittel wie für unser Trinkwasser gibt es so viele und so strenge Grenzwerte. Was im wesentlichen bei einer Wasseranalyse untersucht wird und was die Inhaltsstoffe bedeuten, ist nachfolgend in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet.

Aluminium ist zentraler Bestandteil des Puffer­systems des Bodens und kommt gebunden in den Ton­mineralien des Bodens vor. Als eine Ursache des Wald­sterbens wird die Freisetzung der für Pflanzen sehr giftigen Aluminium­ionen angesehen.
– Der Grenzwert lt.Trink­wasser­verordnung beträgt 0,2 mg/l.

Verunreinigungen des Trink­wassers durch Ammonium deuten auf eine organische Verunreinigung z.B. durch Fäkalien hin. In diesem Fall ist auch mit bakteriologischen Befunden zu rechnen ist.
– Der Grenzwert lt.Trinkwasserverordnung beträgt 0,5 mg/l.

Viele Wasser­vorkommen enthalten hohe natürliche Arsen­konzentrationen. Organische Arsen­verbindungen sind wie die organischen Queck­silber­verbindungen wesentlich giftiger. Bei chronischer Aufnahme geringer Mengen von Arsen von täglich etwa 1 mg pro 1 kg Körpergewicht können bestimmte Karzinome wie Hautkrebs auftreten.
– Die Trink­wasser­verordnung schreibt einen Grenzwert von 0,01 mg/l vor.
Zur Erreichung einer schädlichen Dosis von täglich 1 mg pro 1 kg Körpergewicht Arsen, müsste ein 80 kg schwerer Mann täglich 2000 Liter Wasser trinken

Blei kann bei täglicher Aufnahme von wenigen Mikrogramm bei Kindern chronische Vergiftungen mit Schwäche­gefühl, Appetit­losigkeit, Nervosität und Störungen der geistigen Entwicklung verursachen. Aus Altlasten, verbleitem Benzin oder aus alten Wasser­leitungen kann Blei in das Grund- und Ober­?ächen­wasser gelangen. Blei­leitungen, die in Deutschland teilweise noch bis in die 60er-Jahre verwendet wurden, können selbst nach längerem Spülen bis zu 100 µg/l Blei freisetzen.
– Die Trinkwasserverordnung setzt einen Grenzwert von 0,01 mg/l.

Cadmium wird in Legierungen, Akkumulatoren und als Stabilisatoren für PVC verwendet. Müll­verbrennung und belastete Klär­schlämme gelten als wesentliche Cadmium­quellen.
– Laut Trinkwasserverordnung darf das Trinkwasser maximal 0,003 mg/l Cadmium enthalten.

Calcium ist eines der wichtigsten Mineral­stoffe im menschlichen Organismus. Es ist wesentlich am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt und spielt eine Rolle bei der Blut­gerinnung. Bei Calcium­mangel kann es zu Knochen­schwund und bei Kindern zu Rachitis kommen. Milch und Milch­produkte sind wichtige Calcium­quellen.
Neben Magnesium ist Calcium ursächlich für die Wasser­härte. Wasser mit einem hohen Calcium­gehalt verursacht vor allem nach Erwärmung auf über 60°C Kesselstein.

Chlorid ist ein Mineralstoff und kommt zusammen mit Natrium als Kochsalz in fast allen Lebensmitteln vor. Es ist in jedem natürlichen Wasser enthalten. Je nach Wasser­zusammen­setzung können Chlorid­gehalte über 100 mg/l bereits korrosions­fördernd wirken und sind hierdurch am Prozess der Loch­fraß­korrosion massgeblich beteiligt.
– Die Trinkwasserverordnung setzt einen Grenzwert von 250 mg/l.

Zur Herstellung von Edel­stählen, zur Legierung, zum Gerben und als Holz­beiz­mittel kann Chrom verwendet werden. Höhere Konzentrationen von Chrom im Wasser können Magen-Darm-Störungen verursachen.
– Die Trinkwasserverordnung erlaubt einen Grenzwert von 0,05 mg/l

Cyanid ist eine giftige Substanz und hat Einfluss auf die Zellatmung. Es kann vor allem aus industriellen Abwässern und Altablagerungen in das Trinkwasser gelangen. Die kritische Dosis liegt beim Menschen zwischen 0,5 und 1 mg/kg Körpergewicht.
– Die Trinkwasserverordnung schreibt einen Grenzwert von 0,05 mg/l vor.

Das Auftreten dieser Keime (Escherichia coli/Coliforme Keime) ist in Hinweis auf eine Belastung des Wassers mit Darmkeimen. Die meisten im Wasser vorkommenden E.coli sind für den gesunden Menschen – zumindest in niedrigen Keim­dichten – harmlos.
– Im Trinkwasser dürfen E.coli/Coliforme Keime nicht enthalten sein.

Im Trinkwasser darf Eisen mit max. 0,2 mg/l enthalten sein. Bei höheren Werten treten Färbungen, Trübungen und ein unangenehmer Geschmack auftreten.

Dieser Wert ist ein Mass für den Gehalt an gelösten Salzen (Ionen, Elektrolyte) im Trink­wasser. Eine Veränderung des Wertes kann ein Hinweis auf eine Verunreinigung durch Salze (Erhöhung der Leitfähigkeit) oder durch Niederschlags­wasser (Erniedrigung) sein.
- Der Grenzwert liegt bei 25°C bei 2790 µS/cm. 

Fluorid dient der Stabilität der Knochen und der Härtung des Zahnschmelzes. Fluor hemmt auch die Karies­bildung. Fluorid kommt in Wässern vor, die mit Fluoridhaltigen Mineralien in Berührung kamen. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen kann eine zu hohe Fluorid­aufnahme z.B. zu Knochen­veränderungen, Zahnflecken u.a. führen.
– Der Fluorid-Grenzwert liegt beim Trinkwasser bei 1,5 mg/l.

Sie setzt sich aus der Karbonat- und der Nichtkarbonathärte zusammen.

Kalium ist ein Mineralstoff, der u.a. notwendig ist für die Funktion der Nerven und der Muskel­bewegungen. Pflanzliche Lebens­mittel (z.B. Gemüse, Hülsen­früchte und Bananen) sind besonders gute Kaliumlieferanten.

Karbonathärte verursacht die Wasser­stein­bildung; sie beinhaltet alle durch die Kohlensäure gebundenen Calcium- und Magnesiumionen.

Kupfer ist ein lebensnotwendiges Spuren­element. Dennoch können durch überhöhte Konzentrationen, insbesondere bei Säuglingen, Vergiftungen auftreten.
– Als Grenzert schreibt die Trinkwasser­verordnung einen Grenzwert von 2 mg/l vor.

Magnesium ist ein Mineralstoff, der für die Wirkung der Nerven­funktionen und Muskel­bewegung nötig ist. Viele tierischen und pflanzlichen Lebens­mittel enthalten Magnesium. Magnesium ist mit ursächlich für die Wasser­härte wirksam.

Mangan ist in geringen Konzentrationen ein lebens­notwendiges Element. Eine chronische Aufnahme von Mangan in relativ hohen Konzentrationen kann vor allem bei Säuglingen und Kindern zu gesundheitlichen Schäden führen.
– Grenzwert für Mangan lt.Trinkwasser­verordnung: 0,05 mg/l.

Natrium ist ein Mineralstoff. Zusammen mit Chlorid kommt Natrium als Koch­salz in Lebens­mitteln vor; 1 g Koch­salz enthält etwa 0,4 g Natrium.
– Im Trinkwasser ist Natrium bis zu 200 mg/l zulässig.

Man bezeichnet Sie auch als „permanente oder bleibende Härte”. Sie beinhaltet die Verbindungen von Calcium und Magnesium­salzen mit Salpeter oder Schwefel­säure. Sie wird erst beim Verdampfen oder Verdunsten des Wassers ausgeschieden.

Nickel wird in der Metallindustrie (Vernickelung) verwendet. Gelöstes Nickel ist in den im Trinkwasser üblichen Konzentrationen ungiftig. Erst in sehr hohen Konzentrationen treten u.a. Darmbeschwerden auf.
– Die Nickelkonzentration darf im Trinkwasser 0,02 mg/l nicht überschreiten.

Im Boden wird Nitrat von Mikroorganismen gebildet und von der Pflanze aufgenommen. Pflanzen sind auf Nitrat angewiesen. Deshalb wird Nitrat dem Boden auch als Dünger zugeführt. Dieses führt jedoch zu einer Belastung des Grund­wassers und zur Nitratanreicherung in Nutzpflanzen (Spinat, Kopfsalat, Rote Bete, Rettiche, Radieschen und Kohl). Nitrat ist für den Menschen problematisch, weil es unter bestimmten Bedingungen in das giftige Nitrit umgewandelt werden kann. Nitratgehalte über 50mg/l sind besonders für Kleinkinder gesundheits­schädlich.
– Der Nitratgehalt im Trinkwasser darf 50 mg/l nicht überschreiten.

Die Nitrat-Konzentration in den genannten Nutzpflanzen erreicht infolge von Überdüngung bis zu 300 mg/kg.

Nitrit kann durch chemische Reduktion von Nitrat unter anderem auch in verzinkten Eisen­rohren der Hausinstallation entstehen.
– Der Grenzwert lt.Trinkwasserverordnung beträgt 0,5 mg/l.

Der pH-Wert gibt das Verhältnis der im Wasser enthaltenen Mengen an Säuren und Alkalien an. Er zeigt, ob das Wasser sauer, neutral oder alkalisch reagiert.
– Der pH-Wert soll nach der Trinkwasserverordnung zwischen 6,5 und 9,5 liegen.

Phosphat ist ein Mineralstoff. Bedeutung hat Phosphat für die Energie­versorgung der Zellen. In fast allen Lebensmitteln, insbesondere in einweissreichen Milchprodukten, kommt Phoshor vor.

Über Müllverbrennung, Leuchstoffröhren, Akkumulatoren, Amalgam, Thermo­meter und elektronischen Bauteile gelangt Quecksilber in die Umwelt.
– Der Qucksilbergehalt im Trinkwasser darf max. 0,001 mg/l betragen.

Silber kommt in vielen Bereichen des täglichen Lebens zum Einsatz: in der Foto­grafie, Elektronik, Katalysatoren, Legierungen, Schmuck. Silber kommt in Spuren in Lebensmitteln und im Wasser vor.
 

Sulfat gehört neben Chlorid zu den natürlichen Wasserinhaltsstoffen. In niedrigen Konzentrationen wird der Geschmack des Wasser positiv beeinflussen. Erhöhte Sulfatbelastungen können z.B. auf Deponiesickerwässer oder Straßen­abschwemmungen (Streusalz) aber auf Düngereinsatz zurückzuführen sein.
– 250 mg/l dürfen im Trinkwasser maximal vorhanden sein.

Die Wasserhärte wird von Calcium- und Magnesiumsalzen verursacht. Die Wasserhärte wurde bisher in Härtegraden angegeben. Ein deutscher Härtegrad entspricht einem Gehalt von 10 mg Calciumoxid pro Liter Wasser. Insbesondere sehr hartes Wasser führt zu Kalkablagerungen bei der Warmwasserbereitung (Kesselstein). Dieses erhöht den Energieverbrauch und vermindert die Waschkraft von Reinigungsmitteln auf Seifenbasis. Zur Kaffeezubereitung ist mittelhartes Wasser am besten geeignet, Teearoma entfaltet sich besonders gut bei weichem Wasser.

Der Deutsche Bundestag hat am 1. Februar 2007 die Neufassung des Gesetzes über die Umweltverträglichkeit von Wasch- und Reinigungsmitteln (Wasch- und Reinigungsmittelgesetz – WRMG) beschlossen. Die Neufassung ist am 5. Mai 2007 in Kraft getreten (siehe Bundesgesetzblatt Teil I vom 4. Mai 2007, S. 600).

Nach § 9 des Gesetzes sind die Wasserversorgungsunternehmen in Zukunft verpflichtet, dem Verbraucher die Härtebereiche des Trinkwassers wie folgt anzugeben:

  • Härtebereich weich: weniger als 1,5 Milimol Calciumcarbonat je Liter
    (weniger als 8,4 dH)
     
  • Härtebereich mittel: 1,5 bis 2,5 Milimol Calciumcarbonat je Liter
    (entspricht 8,4 bis 14 °dH)
     
  • Härtebereich hart: mehr als 2,5 Milimol Calciumcarbonat je Liter
    (entspricht mehr als 14 °dH)

Diese neuen drei Härtebereiche lösen die alten vier Bereiche ab. Die Angaben müssen in Millimol Calciumcarbonat pro Liter erfolgen (was für Härteangaben international gebräuchlich ist). Es wird davon ausgegangen, dass weiterhin die Gesamthärte (Summe der Konzentrationen von Calcium und Magnesium, berechnet als Calciumcarbonat) anzugeben ist. Das Gesetz macht hierzu allerdings keine Aussage.

Die neuen Härtebereiche beruhen auf europäischem Recht; die EG-Detergenzien-Verordnung verpflichtet die Waschmittelhersteller zur Angabe von Dosierempfehlungen für diese drei Härtebereiche.

Zink ist im Wasser erst in sehr hohen Konzentrationen giftig.

Für Irrtümer, Schreibfehler und versehentlich unrichtige Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.

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